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Wissenswertes über Nebenkosten

Die Wohnung ist gefunden, die Zusage erfolgt und Sie freuen sich über die günstige Kaltmiete? Aber Achtung: Spätestens bei der Wohnungsübergabe und dem Unterschreiben des Mietvertrags werden Sie feststellen, dass neben diesem Betrag noch weitere, erhebliche Kosten zur tatsächlichen Warmmiete gehören: die sogenannten Nebenkosten. Rechnen Sie dann noch Strom- , Telefon- und ähnliche Kosten dazu, kommt ein weit höherer Betrag heraus, als Sie vielleicht am Anfang vermutet haben. Um am Ende nicht mehr Geld für die Wohnungsmiete ausgeben zu müssen, als Sie eigentlich geplant hatten, sollten Sie also bereits im Vorhinein alle entstehenden Nebenkosten berücksichtigen.

Kalte, warme und individuelle Nebenkosten

Was aber sind Nebenkosten genau? Die so genannte Nettokaltmiete, die in der Regel in Wohnungsangeboten angegeben wird, bezeichnet lediglich die Summe, die der Vermieter von Ihnen für die Nutzung der Wohnung verlangt – den Mietzins. Damit ist die Wohnung aber noch nicht warm, es brennt kein Licht und auch das Treppenhaus ist nicht gereinigt. Zum Mietzins kommen daher noch drei verschiedenen Arten von Nebenkosten hinzu:

Die "kalten" Nebenkosten:

Dies sind Nebenkosten, die dem Vermieter durch die Wohnungsvermietung entstehen und die er anteilig auf die Hausbewohner verteilt. Dazu gehören:

  • Gebühren für Wasser und Abwasser
  • Gebühren für Müllabfuhr, Gehweg- und Straßenreinigung
  • Gebühren für den Schornsteinfeger
  • Gebühren für Hausmeister, Hausreinigung und ggf. Gartenpflege
  • Kosten für Fahrstuhl, Waschküche und andere gemeinschaftlich genutzte Einrichtungen
  • Gebühren für Kabelfernsehen/Gemeinschaftsantenne
  • Grundsteuer und hausbezogene Versicherungen


Diese Nebenkosten sind im Mietvertrag festgelegt. Einmal im Jahr erfolgt eine Abrechnung, bei der sie dem jeweils aktuellen Stand angepasst werden. Gezahlt werden diese auch als "Betriebskosten" bezeichneten Beträge in der Regel zusammen mit der monatlichen Kaltmiete direkt an den Vermieter.

Die "warmen" Nebenkosten:

Dies sind die Kosten für

  • Heizung und
  • Warmwasserverbrauch.

Diese Nebenkosten werden nach einem besonderen Verteilerschlüssel auf die Hausbewohner verteilt: 50-70 % der Nebenkosten werden nach dem tatsächlichen Verbrauch berechnet, der Rest wird nach Wohnfläche aufgeteilt. Oftmals werden sie von den entsprechenden Versorgungsunternehmen nach Durchführung einer jährlichen Messung direkt abgerechnet.

Die individuellen Nebenkosten:

Dies sind Nebenkosten, die Sie allein nach Ihrem jeweiligen Verbrauch zahlen müssen, und für die Sie sich den Lieferanten (Stromanbieter, Telefonanbieter) selbst aussuchen können. Hier lohnt es sich, vorab Preise zu vergleichen: Gerade bei Strom lässt sich kräftig sparen! Achten Sie auch darauf, welche Geräte in Ihrer neuen Wohnung elektrisch betrieben werden. Vor allem in Altbauten wird oft mit Nachtspeicherheizungen geheizt, die sehr hohe Stromkosten mit sich bringen. Auch Durchlauferhitzer für Warmwasser in Bad und Küche sind wahre "Stromfresser".

Tipp: Mit kleinen Tricks beim Einrichten der Wohnung und im Alltag können Sie ganz einfach Strom und Geld sparen.

Nebenkosten überprüfen

Manch ein Vermieter versucht, seinen Mietern Kosten als Nebenkosten aufzuerlegen, die rechtlich gesehen keine sind. Dazu gehören:

  • Kosten für einmalige Reparaturen in der Wohnung oder im Haus (es sei denn, Sie als Mieter haben den Schaden selbst verursacht)
  • Bankgebühren
  • Kosten für eine Hausverwaltungsfirma
  • Kosten für Hausrat, Rechtsschutz- und Mietausfallversicherungen des Vermieters

Wenn Sie sich bei Ihrer Nebenkostenabrechnung nicht sicher sind, ob alle Beträge stimmen, empfiehlt sich ein Gang zum örtlichen Mieterverein. Dort stehen Ihnen Fachleute mit Rat und Tat zur Seite. Generell gilt: Im Zweifelsfall erst einmal nicht bezahlen! Der Vermieter kann Sie im schlimmsten Fall zwar verklagen, aus der Wohnung werfen kann er Sie aber nicht.

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