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Kosten sparen beim Renovieren

Eine oft lästige Pflicht vor dem Umzug oder als Instandhaltungsmaßnahme, ist das Renovieren der eigenen Mietwohnung. Tapezieren, Streichen, Fliesen verlegen, Fenster und Türen streichen – das liegt nicht jedem. Dennoch müssen die Arbeiten erledigt werden, am Besten so kostengünstig wie nur möglich. Das ist kein Ding der Unmöglichkeit - wenn Sie einige Punkte beachten.

Günstig renovieren = so viel wie nötig renovieren

Der beste Kostenspartipp für Ihre Renovierung: Renovieren Sie nur, wenn es tatsächlich notwendig und erforderlich ist. So müssen rechtlich gesehen nicht zwangsläufig alle im Mietvertrag aufgeführten oder vom Vermieter geforderten Schönheitsreparaturen auch tatsächlich in den angegebenen Zeitabständen durchgeführt werden. Informieren Sie sich auch, ob Sie beim Auszug tatsächlich renovieren müssen. Galt es beispielsweise früher als Pflicht, farbige Wände beim Auszug weiß zu streichen, so ist dies heutzutage nicht mehr zwingend vorgeschrieben.

Bei einigen Dingen - wie z.B. alten Fenstern -  lohnt sich eine Renovierung oftmals nicht. Undichte Fenster kosten jede Menge Geld, ein einfaches Anstreichen beseitigt das Problem nicht. Dann sollten Sie neue Fenster einsetzen lassen. Bei Mietobjekten liegt der Einbau von neuen Türen und Fenster in der Regel beim Vermieter.

Wenn Sie renovieren wollen oder müssen, können Sie mit einigen Tricks bares Geld sparen:

  • Zunächst einmal gilt: Mit regelmäßiger Pflege kann eine notwendige Renovierung zeitlich hinausgeschoben oder sogar vermieden werden.
  • Achten Sie auf Sonderposten in Baumärkten oder fragen Sie gezielt nach Ausstellungsware - diese bekommen Sie meistens 20-30 % günstiger.
  • Maler lassen sich in Bau- oder Fachmärkten ihre Farben meistens zusammen mischen. Die anfallenden Farbreste können Sie günstig erwerben.
  • Achten Sie bei der Wahl der Farbe auf die Ausgangsfarbe auf der Wand: je dunkler der ursprüngliche Farbton, desto wichtiger ist es qualitativ hochwertige Farbe zu nehmen, die eine gute Deckung gewährleistet. Sonst müssen Sie Farbe nachkaufen, und die ursprüngliche Ersparnis schwindet.
  • Baumärkte bieten oftmals Ware Zweiter Wahl zu sehr günstigen Preisen an, z.B. bei leichten Farbabweichungen bei Arbeitsplatten oder Tapeten, die für einen Laien aber kaum sichtbar sind.
  • Die zum Renovieren benötigten Werkzeuge können Sie teilweise mieten, das lohnt sich bei großen Geräten eher als sie zu kaufen. Lassen Sie sich vor Ort zeigen, wie man die Geräte benutzt. Begeisterte Heimwerker können natürlich Werkzeuge auch (online) kaufen.
  • Fragen Sie handwerklich versierte Kollegen und Freunde um Unterstützung. Hilfe kann auch die Arbeitsagentur bieten - diese vermittelt 1-Euro-Arbeiter – oder Sie stöbern in Kleinanzeigenmärkten nach versierten Hobbyhandwerkern.
  • Zeit ist zwar Geld, doch beim Handwerkern gilt „Eile mit Weile“. Planen Sie ausreichend Zeit für die Renovierungsarbeiten ein. Machen Sie genügend Pausen und vermeiden Sie allzu lange Arbeitszeiten - das verhindert unnötige,  kostspielige Fehler wegen mangelnder Konzentration. Vorsicht ist beim Umgang mit Werkzeug oder großen, schweren Maschinen geboten. Sorgen Sie wenn nötig für die richtige Schutzkleidung - das verhindert größere Verletzungen.

Auch wenn Sie sich unerfahren fühlen: Trauen Sie sich! Viele Arbeiten sind längst nicht so schwierig wie Sie glauben und machen mitunter sogar Spaß. Viele Zeitschriften und Fachbücher bieten außerdem Heimwerkertipps zum Renovieren.

Renovierungsarbeiten vom Profi - günstiger als gedacht!

Wenn Sie allerdings nach realistischer Selbsteinschätzung tatsächlich kein Händchen für handwerkliche Arbeiten haben sollten, muss ein Experte ran. Anderenfalls könnte es teuer werden, wenn die Profis Ihre mangelhaften Renovierungsversuche noch einmal nachbessern müssen. Des Weiteren kennt sich der Fachmann mit dem richtigen Materialeinsatz aus - Materialverschwendung ausgeschlossen.

Auch mit Hilfe von Profis lässt sich kostensparend renovieren, wenn man einige Dinge beachtet:

  • Holen Sie im Voraus möglichst viele Angebote von Handwerkern ein. Ganz einfach geht das über's Internet: Hier können Sie mit wenigen Mausklicks kostenlos und unverbindlich mehrere Angebote von Handwerkern aus Ihrer Region abfragen.
  • Wohnen Sie in einer Großstadt, so lohnt es sich insbesondere auf Anbieter aus dem Umland zu achten - diese sind oftmals günstiger als die Kollegen aus dem Stadtzentrum.
  • Vereinbaren Sie einen Festpreis und halten Sie schriftlich fest, welche Arbeiten genau durchgeführt werden sollen, so sind Sie vor bösen Überraschungen gefeit. Achten Sie auch auf die aufgeführten Fahrtkosten - diese dürfen nicht mehr als 10 % der Arbeitskosten betragen.
  • Informieren Sie sich im örtlichen Baumarkt über die hiesigen Materialpreise, so wissen Sie, ob die vom Handwerker aufgeführten Materialkosten auch gerechtfertigt sind. Studieren Sie auch im Nachhinein gründlich die Rechnung, ob Ihnen nicht zu viel berechnet worden ist.

Unser Tipp: Sparen Sie nicht an der falschen Stelle, wenn Sie sich in handwerklicher Hinsicht überfordert fühlen. Und bedenken Sie, dass Sie die Kosten für den Profi teilweise wiederbekommen. Kosten für Handwerker sind nämlich, zusammen mit weiteren Umzugskosten, in Teilen von der Steuer absetzbar.

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